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Die systemische Welt
In den letzten 70 Jahren hat sich mit der Systemik in der Psychotherapie, der Familientherapie,
der Biologie, der Soziologie und der Physik eine neue Sichtweise etabliert.
Der zentrale Kern ist die Einbeziehung und die Berücksichtigung von Wechselwirkungen, und sie steht somit
im Gegensatz zum mechanistischen Weltbild des 19. Jahrhunderts mit dem Glauben an den kausalen
Zusammenhang von Ursache und Wirkung.
Dieses mechanistische Weltbild, welches für unbelebte Gegenstände natürlich nach wie vor sehr sinnvoll ist,
hat sich aber als nicht hilfreich erwiesen, wenn es um Menschen geht.
Leider wird dieses systemische Weltbild in der Schulmedizin und auch in vielen alternativen
Heilrichtungen wenig berücksichtigt, und auch selten gelehrt. Diese Weiterbildung will helfen, diese
Lücke zu schließen.
Zielgruppen
Die Zielgruppe für diese Weiterbildung sind in erster Linie Menschen, die mit Menschen arbeiten, also
Therapeuten, Berater, Coaches, Lehrer, Erzieher, Rechtsanwälte, Politiker und alle Menschen, die
im sozialen oder medizinischen Bereich arbeiten.
Aber auch für interessierte Laien, die sich für die Welt der Systemik interessieren, oder etwas mehr über
Aufstellungen erfahren wollen, ist diese Weiterbildung geeignet.
Diese Weiterbildung eignet sich auch sehr gut als Ergänzung zu gesprächsintensiven Therapien,
wie z.B. die Homöopathie. Sie ersetzt dabei nicht die homöopathische Gesprächsführung, sondern
bildet eine hilfreiche Ergänzung, speziell bei als "schwierig" empfundenen Patienten.
Voraussetzungen
Es werden keine speziellen Kenntnisse vorausgesetzt.
Ziele
Das zentrale Ziel dieser Weiterbildung ist die Vermittlung und Einübung einer guten systemischen
Haltung. Dies setzt grundlegende Kenntnisse der modernen Hirnforschung, wie systemischer Zusammenhänge
voraus.
Auf diese Basis kann ein gutes "Therapeuten-Klienten-System" aufgebaut werden. Man kann erkennen, ob
ein Klient überhaupt bereit ist, beraten oder therapiert zu werden.
Was kann die Ursache sein, wenn Beratung oder Therapie nicht gelingen will, oder nicht angenommen
werden kann? Wie gehe ich mit "ja - aber"-Klienten um? Was kann ich bei vermeintlich aussichtslosen
Fällen tun?
Ganz wesentlich dabei sind Methoden zum Selbst-Coaching - denn nur wenn es mir gut geht, bin ich in
der Lage, für meine Klienten optimal zu arbeiten.
Persönliche Weiterentwicklung
Egal ob Beratung oder Therapie - die eigene Haltung ist der Schlüssel, wenn Veränderungen gelingen
sollen (was bereits Carl Rogers vor 70 Jahren beweisen konnte). Daher ist die persönliche
Weiterentwicklung ein zentraler Baustein dieser Weiterbildung, denn eine gute systemische Haltung
verlangt entsprechende Einsichten. Und diese Einsichten münden zwangsläufig in einen intensiven
persönlichen Prozess.
Daher legen wir großen Wert darauf, Sie durchgängig in dieser Zeit zu begleiten.
Umfang der Weiterbildung
Die Weiterbildung umfasst das Seminar "Angewandte Systemik". Dieses Seminar kann entweder in einer
Abendreihe besucht werden, oder in der Form eines Kompakt-Seminars.
Die Abendreihe besteht aus zwei Blöcken mit jeweils 6 Abenden, was 6 Unterrichtstagen entspricht.
Alternativ wird dieses Seminar auch als ganztägiges Kompakt-Seminar angeboten.
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