Supervisionsgruppe 'Angenommene Kinder'

Die systemische Sicht
Aus systemischer Sicht sind Pflege- oder Adoptivkinder keine einfache Sache. Zwei Systeme kommen zusammen und vermischen sich: Das Herkunftssystem des Kindes, und das System der Gastfamilie. Daraus können sich Schwierigkeiten entwickeln. Die Akzeptanz der Eltern des angenommenen Kindes will nicht immer gelingen. Die Position des angenommenen Kindes kann unklar sein. Das angenomme Kind kann -unbewusst- eine Position im System der Gastfamilie übernehmen. Eigene Kinder können in ihren Positionen verunsichert sein - um nur einige Probleme zu benennen.
Systemische Aufstellungen
Mit Hilfe von Aufstellungen bietet sich eine ausgezeichnete Möglichkeit, die systemischen Wirkmechanismen sichtbar werden zu lassen. Diese -oft völlig überraschenden- Erkenntnisse haben sich als ungemein wichtig, auch und gerade für das Selbst-Coaching, erwiesen. Oft in bester Absicht gegebene Ratschläge erweisen sich nämlich unter systemischen Gesichtspunkten nicht immer als hilfreich. In jedem Fall bewirken sie aber immer eine Selbstabwertung der eigenen Person, wenn die Ratschläge nicht greifen. Wenn man aber erkennt, wie die Zusammenhänge wirklich sind, kann die eigene Position wieder gut eingenommen werden.
Die Gruppe
Übereinstimmend wird von den Teilnehmern berichtet, dass sie es als sehr hilfreich ansehen, im Kreis von Eltern mit gleichen Erfahrungen offen über ihre Schwierigkeiten reden zu können. Gerade die Außenwelt ist immer sehr schnell mit "einfachen" Tipps bei der Hand, die dahinter liegende Problematik ist nicht betroffenen Personen in der Regel aber kaum zu vermitteln.
Hier bietet die Gruppe eine gute Gelegenheit, hilfreiche Tipps in einem geschützten Rahmen austauschen zu können. Indem sich die Gruppe nur aus Paaren mit angenommenen Kindern zusammen setzt, hat jeder die Möglichkeit, durch die Wahrnehmungen in Stellvertretungen von den Anliegen Anderer zu partizipieren.
Dies macht die Gruppe zu einer einzigartigen Möglichkeit, sich mit diesem Thema über einen völlig anderen Zugang zu beschäftigen, und zusätzlich von den Erfahrungen anderer Paare lernen zu können.
Hier geht es weiter mit den praktischen Informationen